Mit dem Bayerischen Atelierpreis würdigt der Freistaat Bayern auch im Jahr 2026 zum zweiten Mal die Arbeit professioneller, freischaffender bildender Künstlerinnen und Künstler mit Atelierstandort in Bayern. Insgesamt werden 30 Kunstschaffende mit einem Preisgeld von jeweils 8.000 Euro ausgezeichnet. Mit Fatma Güdü, Tomoe Hikita, Planetary Intimacies und Gloria Sogl sind vier Nürnberger Positionen vertreten.
Der Atelierpreis richtet sich an bildende Künstlerinnen und Künstler, die mit ihrer bisherigen künstlerischen Arbeit den bayerischen Kunst- und Kulturbetrieb nachhaltig bereichert haben und zugleich ein besonderes Entwicklungspotenzial erkennen lassen. Die Auszeichnung schafft Anerkennung für das bisherige künstlerische Schaffen und eröffnet zugleich finanzielle Freiräume für neue Projekte.
Die 1983 in Nürnberg geborene Fatma Güdü studierte von 2006 bis 2012 Freie Malerei an der AdBK Nürnberg in der Klasse von Prof. Thomas Hartmann und schloss ihr Studium als Meisterschülerin ab. Für ihre künstlerische Arbeit erhielt sie die Debütant*innenförderung des BBK Nürnberg Mittelfranken, den Förderpreis der Nürnberger Nachrichten sowie den Ersten Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten. Von 2021 bis 2022 war sie zudem als Lehrbeauftragte in der Maltechnikwerkstatt der AdBK Nürnberg tätig. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen deutschlandweit präsentiert.
Tomoe Hikita (*1985 in Japan) lebt in Nürnberg. Von 2015 bis 2022 studierte sie Freie Malerei bei Prof. Susanne Kühn an der AdBK Nürnberg. Hikitas Werke strahlen keine überbordende, lebhafte Atmosphäre aus, sondern sind ruhig und vermitteln dennoch eine ungezwungene Lebenskraft. Sie wurde mit dem Debütant*innenpreis (2022) und dem Stipendium der Karin Abt-Straubinger Stiftung in Stuttgart (2025) ausgezeichnet und ihre Arbeiten wurden u.a. im Kunstverein Nürnberg – Albrecht-Dürer-Gesellschaft, der z2o Gallery in Rom und der Oechsner Galerie in Nürnberg ausgestellt.
Planetary Intimacies ist gleichermaßen Künstlername wie künstlerisches Feldforschungsprojekt. Im Zentrum steht die Reibung zwischen planetaren und biografischen Maßstäben: kontaminierte Böden, schmelzende Gletscher, biologische Systeme, die einer menschlichen Logik von Kontrolle und Abschluss widerstehen. Hintergrund im Design und der freien Kunst: Burg Giebichenstein Halle, AdBK Nürnberg (Prof. Michael Stevenson). Einzelausstellungen u.a. Deutsches Museum Nürnberg, Kunstverein Wolfenbüttel, Kreis Galerie Nürnberg.
Gloria Sogl studierte Bildende Kunst und Pädagogik an der AdBK München und Nürnberg u.a. Freie Malerei bei Prof. Susanne Kühn und schloss 2024 ihr Studium am Dutch Art Institute (DAI) ab. Sie arbeitet medienübergreifend mit Textil, Text und Installation. Im Zentrum ihrer Praxis steht das Weben – nicht nur als Technik, sondern als Träger von Wissen, Erinnerung und verkörperter Erfahrung. Ihre Arbeiten wurden international gezeigt, unter anderem im Bauhaus Dessau, Museum Moderner Kunst Wörlen, der Nida Art Colony in Litauen, der Association Essaouira Mogador in Marokko und Centrale Fies in Italien.
Published: 07/27/2026

















