Forschungsstipendium für Laia Ventayol-García und Frauke Zabel

Stipendium zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre

Laia Ventayol-García, Urce zeigt, wie der Boden aus Steinkohle gemacht wurde, Fotografie

Frauke Zabel, Widerstand – Aneignung, Übersetzung und Transfer. Ein Realitätstheater, 2020, Performance, KV Leipzig

Foto: Caspar Sänger

Performer*innen: Diana Felber, Nora Wehofsits, Louis Hay, Juliane Schickedanz, Anna Jehle, Anna Lena von Helldorff, Frauke Zabel

outfit: SOCIAL FABRICS, KV Vereinskollektion by Katrin Mayer

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht jährlich Stipendien zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Lehre und Forschung. Besonders begabten Frauen mit künstlerischer Hochschulausbildung soll die Möglichkeit eröffnet werden, sich im Rahmen eines ausgewählten künstlerischen Projektes fachlich weiter zu qualifizieren.

 

Für den Förderzeitraum 2019/2020 wurden aus den Bewerberinnen Laia Ventayol-García und Frauke Zabel ausgewählt, die an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und der Akademie der Bildenden Künste München studierten.

 

 

Laia Ventayol-García arbeitet mit zeitbasierten Medien, wobei sie sich auch inhaltlich auf Zeit, Bewegung, Verwandlung, Verschiebung und Transition fokussiert. Die künstlerische Recherche verbindet sie oft mit ihrer unmittelbaren Umgebung. Im Rahmen des Stipendiums schafft sie eine Videodokumentation im Bergbaugebiet in Asturien (Nordspanien) – ihrer Heimat. In dieser Gegend findet die Weltproduktion von Aspirin in einem kleinen Dorf namens Langreo inmitten des Bergbaus statt. Ihr besonderes  Interesse gilt der Herstellung von Aspirin in Bezug auf die Geschichte der spanischen Steinkohleindustrie.

 

Laia Ventayol-García ist Absolventin der Klasse für Freie Kunst von Prof. Heike Baranowsky an der AdBK Nürnberg. Zudem studierte sie Freie Kunst an der Universität Barcelona. Aktuell arbeitet sie als freischaffende Künstlerin sowie als Lektorin für Wirtschaftsspanisch an der Universität Bayreuth.

 

 

Frauke Zabel recherchiert momentan zum historischen Genre des Reiseberichts. Dabei liegt ihr Hauptaugenmerk darauf, wie Reiseberichte bis heute das Bild der "Neuen Welt" prägten und prägen: Die seit dem 16. Jahrhundert propagierten Vorstellungen von Ländern und Kontinenten konstruieren Bilder voller Exotisierung, Verfremdung und Dramatisierung und bestätigen somit die Leserschaft in ihren Annahmen von entfernten fremden Orten. Anhand einer feministischen und postkolonialen Lektüre, möchte Frauke Zabel den fortwährenden Einfluss des Kolonialismus auf Identitäten und Realitäten in der Gegenwart in den Blick nehmen.

Diese Recherche verbindet die Künstlerin mit einem Lehrauftrag an der Merz Akademie in Stuttgart im Sommersemester 2020.

 

Frauke Zabel ist Absolventin der Klasse für Freie Kunst von Prof. Stephan Huber an der AdBK München. Außerdem schloss sie den Aufbaustudiengang M.A. – Kunst und Vermittlung – Praktik ästhetischer Theorie, bei Prof. Maria Muhle und Prof. Res Ingold, AdBK München, ab.

 

Published: 05/13/2020

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