Bayerische KunstförderpreisträgerInnen Bildende Kunst 2021

Jonas Höschl und Nele Jäger werden ausgezeichnet

Jonas Höschl

Foto: Stephi Braun

Nele Jäger

Jonas Höschl, Europe is lost, Installationsansicht

Nele Jäger, Bevor Die Blumen Namen Hatten, 2021

Jonas Höschl, Grafikmagazin Das Wetter

Nele Jäger, Bevor Die Blumen Namen Hatten, 2021

Der Freistaat Bayern verleiht jährlich bis zu 17 Kunstförderpreise. Der Bayerische Kunstförderpreis in der Sparte Bildende Kunst soll sowohl Anerkennung für das bisherige künstlerische Wirken der Künstlerinnen und Künstler zollen als auch Ansporn für ihr künftiges Schaffen sein.

 

In diesem Jahr wurden Jonas Höschl und  Nele Jäger sowie Maximilian Prüfer ausgezeichnet. Für den diesjährigen Spezialpreis Schreiben als künstlerische Praxis wurde Jan Erbelding ausgewählt. 

 


Jonas Höschl
Jonas Höschl, geboren 1995 in Regensburg, ist ein Konzeptkünstler, der die Politik und Gesellschaft zum Inhalt seiner Arbeiten macht. Sein künstlerisches Werk umfasst die Medien Druckgrafik, Sound, Video und Installation. Höschl studierte von 2015 bis 2020 Grafik-Design/Kommunikationsdesign bei Prof. Friederike Girst und Prof. Holger Felten an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und absolvierte dort nebenher ein Gaststudium Fotografie.

Jonas Höschl bedient unterschiedliche Medien – Grafik, Video, Sound. In seinen druckgraphischen Werken und Videoarbeiten hinterfragt er das identitätsstiftende Potential politischer Systeme und gesellschaftlicher Konstrukte. Anhand von regionalen Politskandalen und europäischen Konflikten zeigt er die Entfremdung von einenden Idealen auf. Aus der Ohnmacht des Einzelnen und der Macht des Vielen entsteht ein Spannungsfeld, worauf sich auch die mediale Inszenierung stützt. Jonas Höschl eignet sich die zum Teil historischen Bildsprachen unterschiedlich ausgerichteter Ideologien an, um die propagandistische Manipulation offen zu legen. Die Jury hob die Dialektik seiner Arbeiten hervor. Der Künstler spiele mit Widersprüchen. Dabei gehe seine Arbeit leicht an eine Grenze, die zerstörerisch ist. Gerade diese künstlerische Sprache, diese irritierenden Momente stellen nach Auffassung der Jury den Mehrwert der Kunst von Jonas Höschl dar.

jonashoeschl.de

 

Nele Jäger
Die künstlerische Arbeit von Nele Jäger durchzieht die Untrennbarkeit der Freiheiten von ihren Gewalten und demonstriert Grafiken als Ornamente als Skulpturen. Sie verlegt die Grenzen ihrer Referenzen, ihres Materials, ihrer künstlerischen Formen nach innen und lässt Ornamente entstehen, in denen historische Gewalten von sich selbst abweichen, sich ihre vormaligen Zwecke verlieren und damit Nutzungen erahnen lassen. In Jägers Arbeit wird die Kulturgeschichte, innerhalb derer ihre eigene Praxis ihre Lesbarkeit erhält, zu einer vielgestaltigen Endform ihres möglichen Abbruchs. Als eine fortgesetzt angesetzte, aber künstlerisch letztlich immer unrealisierbare Selbstverneinung produziert sie skulpturale Demonstrationen der eigenen Leerform als Künstlerin. 

Im System der Collage definiere sich die Arbeit der Künstlerin über die Form als auch das Material gleichermaßen, sei sehr aufgeladen, gleichzeitig fein, hob die Jury hervor. Mit größter Leichtigkeit vereine die Künstlerin dabei Zitate aus der Geschichte, der angewandten Gestaltung, modernste Fertigungstechniken wie Lasergravur oder 3D-Druck und Materialien wie Styropor, Gips, Feldsteine oder Holz in einer Gleichzeitigkeit, die unmissverständlich zeitgenössisch ist, so die Jury.
 

Nele Jäger studierte von 2013 bis 2020 bei Prof. Katharina Wulff und Prof. Michael Hakimi. 2021 wurde sie mit dem Bundespreis für Kunststudierende des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Debütant*innenförderung ausgezeichnet.

Veröffentlicht: 07.12.2021

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