Korrespondenzen: Bosch und Kühn

Die AdBK-Professorin in der Gemäldegalerie Wien

Susanne Kühn, Beastville, 2018

Susanne Kühn, Robota II, 2018

Das Herzstück der Gemäldegalerie der Akademie der Bildenden Künste Wien bildet der dreiteilige Altar mit der Darstellung des Jüngsten Gerichts von Hieronymus Bosch (um 1450/55–1516). In der Ausstellungsreihe Korrespondenzen werden durch Gegenüberstellung mit unterschiedlichen künstlerischen Arbeiten immer wieder neue Analogien und Facetten von Boschs 500 Jahre alten Meisterwerks aufgezeigt.

 

 

Für die Ausstellungsreihe malte die AdBK-Professorin Susanne Kühn eigens zwei neue monochrome Diptychen, in denen sie sich mit ihrer Rolle als Künstlerin im Kontext ernster Entwicklungen unserer Zeit auseinandersetzt.


Durch den Ausstellungstitel Beastville (»beast«, das Tier, und »ville«, die Stadt) verweist die Künstlerin zum einen auf das Animalische im Menschen, das in jedem von uns steckt und droht, die gesellschaftlichen Ideale der Humanität zu unterwandern.

 
Zum anderen wurde in der Kulturgeschichte das Tierische dem weiblichen Geschlecht zugeschrieben und Frauen auf Körper, Natur und Fortpflanzung reduziert, während wahrer Geist, Kreativität und Schaffenskraft dem Mann vorbehalten waren. In der Figur des Tieres befragt Susanne Kühn diese Zuschreibungen, die auch ihren Raum als Frau und Künstlerin besetzen. 


Mit großer künstlerischer Freiheit wie auch einem humoristischen Ansatz spielt sie mit diesen Assoziationen und schafft neue Bedeutungszusammenhänge. So entstehen absurd anmutende Szenarien und Umgebungsräume, die einen zwar fantastischen, mitunter auch endzeitlichen Charakter aufweisen, zugleich aber mit klar erkennbaren Makern der menschlichen Kulturgeschichte und Gegenwart zugeordnet werden können. Die großformatigen Malereien zeigen Landschaften, in denen apokalyptische Architektur neben wilder Natur steht und deren Bewohnerinnen und Bewohner auf uns selbst verweisen. 


Vom 16. Mai - 2. Juli präsentiert die Galerie Beck und Eggeling International Fine Arts in der Ausstellung Palette weitere Werke von Susanne Kühn, die ebenfalls in Korrespondenz zu Hieronymus Bosch und der Schau in der Gemäldegalerie stehen. Eröffnung: 15. Mai, 19 Uhr

 

Susanne Kühn (*1969) ist seit 2015 Professorin für Freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Ihre jüngsten Arbeiten changieren zwischen Zeichnung und Malerei. Seit Langem bezieht sie sich in ihrem Schaffen auf Meisterwerke der Kunstgeschichte und diskutiert diese mithilfe zeitgenössischer künstlerischer Ausdrucksformen. 

Die Malerin und Graphikerin zählt zu den wichtigsten figurativen Künstlerinnen in Deutschland. 

 

 

 

 

 

Korrespondenzen: Bosch und Kühn

Beastville

Gemäldegalerie der Akademie der Bildenden Künste Wien

17. Mai bis 25. August 2019
Eröffnung: 16. Mai 2019, um 19 Uhr

 

 

Veröffentlicht: 08.05.2019

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