Annett Stenzel, die seit 2023 die Werkstatt für Malerei (Material, Technik und Kontext) an der AdBK Nürnberg leitet, eröffnet am 24. April ihre Einzelausstellung „CHROMA – Flüchtige Spektren“ im Neuberinhaus der Kunsthalle Vogtland und damit einen einzigartigen Raum für die Auseinandersetzung mit Farbe als kulturelles und gesellschaftliches Konstrukt.
Für Annett Stenzel fungiert Farbe nicht nur als ästhetisches Element, sondern als Bühne für die Inszenierung, Verdichtung und Verschiebung von Bedeutungen. In ihren Arbeiten verschmelzen Einflüsse aus Musik, Film, Fotografie und Malerei und eröffnen neue Perspektiven auf gesellschaftliche und politische Dynamiken. Die Schau fordert die Besucher*innen dazu auf, die vielschichtigen Wechselwirkungen von Farbe, Wahrnehmung und kultureller Bedeutung zu erfassen und die flüchtige Schönheit eines kontinuierlich sich wandelnden Spektrums zu erleben.
Grenzen zwischen den Medien verschwimmen an den Spektren der Farbe. Farbe basiert physikalisch auf Licht, Wellenlängen und deren Reflexion, ist also messbar und scheinbar objektiv. Doch durch Lichtbrechung, Intensität und Kontext verändert sich ihre Wahrnehmung ständig. So zeigt sich, dass auch auf physikalischer Ebene Farbe keine stabile Größe ist, sondern ein dynamisches Zusammenspiel von Material, Licht und Blick. Ebenso weisen Farbe und Farbigkeit darauf hin, dass Wahrnehmung und unsere gesellschaftlichen Vorstellungen keine stabilen Faktoren sind. Sie werden unter anderem durch Gesellschaft, Kultur und Medien geprägt. So definiert sich Farbe als Konstruktion.
Weitere Informationen sind hier zu finden
„CHROMA – Flüchtige Spektren“
Annette Stenzel
24. April, 19 Uhr
Foyer des Neuberinhauses
(Weinholdstraße 7 | 08468 Reichenbach)
Ausstellungseinführung: Severin Zähringer
Gespräch mit der Künstlerin: Frank Lorenz
musikalische Umrahmung: Dong Zhou | Violine und Torsten Pfeffer| Perkussionsinstrumente
Veröffentlicht: 20.04.2026



















