Die Gruppenausstellung ist eine künstlerische Begegnung der besonderen Art: Sebastian Tröger, Absolvent AdBK Nürnberg, und Steve Viezens, Werkstattleiter Lithographie & Siebdruck, Tiefdruck & Radierung, kommen aus Franken. Ihnen gegenübergestellt werden Henriette Grahnert, Jan Kummer, Nina Kummer sowie Tabitha Rub, die aus Sachsen stammen.
Zwischen Malerei, Druckgrafik, Installation und Objektkunst eröffnen sich Spannungsfelder und Allianzen; Ironie trifft auf Nostalgie, Heimat auf Humor. Und auch die KI hat ihre Finger im Spiel. Im Zusammenspiel der Werke zeigen sich kritische, humorvolle und manchmal melancholische Reflexionen über den Zustand der Gesellschaft, der Kunst und unseres Planeten. Der Titel “Die Wahrheit trägt bequeme Pantoffeln” kreist wie ein Satellit über der Ausstellung. Dieser Aphorismus mit nicht mehr zu bestimmendem Ursprung verweist darauf, wie einfach und unscheinbar im Grunde die Wahrheit ist im Gegensatz zu aufwändigen, abwegigen Geschichten oder Theorien, die Menschen manchmal erfinden.
Die Holzgestänge von Sebastian Tröger, an denen seine Leinwandbilder wie Fahnen an einem Mast befestigt sind, zeigen intensive, flüchtig gemalte Bilder von emotionaler Präsenz. Als Fahnen gleichen sie territorialen Markierungen, die viel Raum einnehmen, und doch mit der Frage nach der Wirksamkeit dieser großen Geste konfrontieren.
Im formalen Kontrast dazu steht die Malerei in altmeisterlicher Technik von Steve Viezens. In seiner für die Ausstellung entstandenen Serie, in deren Zentrum fränkische, fleischlastige Kost steht, nutzt er die KI, um eine ohnehin unerklärliche Welt noch mehr der Wahrheit und Überprüfbarkeit zu entrücken.
Die Wahrheit trägt bequeme Pantoffeln
Henriette Grahnert, Jan Kummer, Nina Kummer, Tabitha Rub, Sebastian Tröger, Steve Viezens
bis 29. März
kunst galerie fürth
Veröffentlicht: 10.02.2026




















