„Goldenes Buch“ der Nürnberger Akademie in Frankfurt

Meisterstücke – Vom Handwerk der Maler

Plakatmotiv der Ausstellung Meisterstücke © HMF 

Titelblatt des sogenannten Goldenen Buches der Nürnberger Akademie, Bl. 3r, signiert G. M. Preisler scripsit, mit handschriftlichen Eintragungen ab 1724

Goldenes Buch der Akademie, Die Direktoren Georg Christoph Eimmart, Johann Daniel Preisler und Johann Martin Schuster, Bl. 35r

Goldenes Buch der Akademie, Die Direktoren Joachim von Sandrart, Dr. med. Georg Jacob Lang und Elias von Gödeler, Bl. 33r

Goldenes Buch der Akademie, Die Direktoren Jacob von Sandrart, Johann Paul Auer und Johann Murrer, Bl. 34r

Das „Goldene Buch“ der Nürnberger Akademie vermerkt seit 1724 die wichtigsten Ereignisse in der 357 Jahre alten Hochschule. Verwahrt wird es als Leihgabe der Stadtbibliothek Nürnberg in der Bibliothek der Akademie. Bis zum kommenden Jahr ist das „Goldene Buch“ in der Ausstellung „Meisterstücke – Vom Handwerk der Maler. Malerausbildung von der Zunft bis zur Akademie“ im Historischen Museum Frankfurt zu sehen. 

 

Die Schau vermittelt eine Vorstellung von der langen Ausbildung des Malers als zünftiger Handwerker bis ins 19. Jahrhundert. Als Lehrling und Geselle lernte er durch Nachahmung und ständige Wiederholung die Farben zu reiben, die Leinwände zu spannen und zu grundieren und einfache malerische Aufgaben auszuführen. Erfahrungen sammelten die Gesellen außerdem auf der Wanderschaft, die sie durch Deutschland oder ins Ausland führte. Um selbst Meister zu werden, schrieb die Zunftordnung dem Maler viele Bedingungen vor, darunter die Heirat, den Erwerb des Bürgerrechts, Geldzahlungen und oft auch die Anfertigung eines Meisterstücks.

Andererseits empfanden die Maler die strengen Zunftordnungen und die zünftige Ausbildung als nicht zeitgemäß: Ihrer Meinung nach gehörte die Malerei nicht zu den mechanischen, sondern zu den freien Künsten. So thematisiert die Ausstellung ebenfalls die Entwicklung der Ausbildung von der Malerzunft zur Kunstakademie. Wie in Nürnberg versammelten sich Maler ab dem 16. Jahrhundert in ihren Ateliers zu privaten Akademien, um nach Originalen oder Gipsabgüssen von Antiken und nach dem Akt zu zeichnen und um sich über theoretische Aspekte der Kunst zu unterhalten. In Deutschland übte der in Frankfurt geborene Maler Joachim von Sandrart d.Ä. einen großen Einfluss auf diese Entwicklung aus.

In den europaweit gegründeten offiziellen Kunst- und Zeichenakademien wurde besonderes Gewicht auf die theoretische Ausbildung der Künstler gelegt. Die Lehre basierte auf dem Zeichnen nach dem Schönheitskanon (Antike) und nach dem Akt sowie nach den Prinzipien der Wissenschaft (Perspektive, Geometrie und Anatomie). Doch auch an der Akademie herrschten strenge Regeln: Hier ersetzte das Aufnahmestück das frühere Meisterstück der Zunft. Die Ausstellung im Historischen Museum zeichnet ein Bild dieser Entwicklung mit Thesenbildern, Gründungsallegorien, Akademieszenen und Aufnahmestücken. Lehrmaterial, das an Akademien eingesetzt wurde, vervollständigt das Bild.

 

Die Ausstellung „Meisterstücke – Das Handwerk der Maler“ ist vom 12.09.2019 bis zum 19.01.2020 im Historischen Museum Frankfurt zu sehen. 

 

Veröffentlicht: 18.09.2019

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