LfA-Kunstkalender

"next generation 2020"

Kay Yoon, Furry Organ, 2019

Tobias Frank, The First Years, 2019

Lena Probst | Dolores Burger | German Herzog, ohne Titel, 2019

Roxana Rios Portraits (2008-2013), 2019

Monique Haber, ohne Titel,  2019

Den Kunstkalender der LfA Förderbank Bayern next generation 2020 haben Künstlerinnen und Künstler am 2. Dezember im Wintergarten der Pinakothek der Moderne der Öffentlichkeit präsentiert. Der Kalender zeigt ausgewählte Arbeiten der Studierenden aus den Jahresausstellungen 2019 der Kunstakademien Nürnberg und München.

 

Seit 1997 bietet die LfA Förderbank in Kooperation mit den bayerischen Kunsthochschulen Studierenden eine überregionale Plattform, um ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.  LfA-Vorstandsvorsitzender Dr. Otto Beierl erläutert den Förderhintergrund: „Über 300 Kunstwerke und 380 junge Kunstschaffende haben wir in den vergangenen 24 Jahren im LfA-Kunstkalender vorgestellt (…). Angelehnt an unsere Gründungsförderung unterstützen wir den künstlerischen Nachwuchs, der am Ende der Ausbildung und am Anfang einer künstlerischen Laufbahn steht. Mit unserer Starthilfe wollen wir den Kunstschaffenden den beruflichen Einstieg als bildende Künstler erleichtern sowie die künstlerische Vielfalt in Bayern nachhaltig entwickeln und erhalten.“

 

Von der AdBK Nürnberg sind Kay Yoon (Klasse Prof. Michael Sailstorfer), Tobias Frank (Klasse Prof. Holger Felten/ Prof. Friederike Girst), German Herzog, Lena Probst (beide Klasse Prof. Katharina Wulff) und Dolores Burger (Klasse Prof. Jochen Flinzer)  Roxana Rios (Klasse Prof. Katja Eydel) und Monique Haber (Klasse Prof. Michael Hakimi) an dem diesjährigen Kalender beteiligt.

 

 
Um das Verstecken geht es in der Arbeit Furry Organ von Kay Yoon, die auf dem Titelblatt des Kalenders abgebildet ist. Es ist ihr eigenes Gesicht in einer Nahaufnahme, welches hinter langen schwarzen Haaren mehr oder weniger verborgen ist. Präsentiert wird dieses Gesicht auf einem Monitor. In Stop-Motion-Technik hat Kay Yoon eine Endlosschleife erstellt. Ihre Bewegungen sind jedoch auf das Schließen und Öffnen der Augen in unterschiedlicher Geschwindigkeit reduziert. Die am Monitor angebrachten Haare wirken zugleich wie die reale Frisur des digitalen Videobildes. Sie machten den flachen Monitor zu einem körperlichen Objekt, wobei sie den Eindruck einer Perücke, eines künstlichen Körperteils erwecken. 

 

"Furry Organ weist mit der doppelten Geste der Offenbarung und Verschleierung auf das Spannungsverhältnis zwischen Intimsphäre und Öffentlichkeit hin. Das Gesicht verhüllt sich und präsentiert sich gleichzeitig dynamisch und konfrontativ. Indem es den Blick von außen zulässt und doch die Kontrolle über ihn behalten will, tritt es mit den Rezeptionserwartungen der Betrachterinnen und Betrachter in Dialog und eröffnet mit jeder Wiederholung seines Wimpernschlags eine neue Möglichkeit der Anschauung." (Kay Yoon)

 

 

Für für die Serie The First Years von Tobias Frank bildet eine selbstverfasste Geschichte den Ausgangspunkt. Ein Planet außerhalb unseres Sonnensystems wird von je sieben männlichen und sieben weibliche Astronauten besiedelt, um das Fortbestehen unserer Spezies nach dem Untergang der Erde zu sichern. Tobias Frank kennt sich sehr gut aus im Stoff. Sein Werk umfasst nicht nur die Erzählung der Besiedlung und deren Illustration, die er am Computer generiert, sondern er entwirft eine komplette Welt mit Landschaften, Personen und Objekten, ja selbst naturwissenschaftlichen Überlegungen. So kreist der Exoplanet um zwei Sonnen, was zwei Sonnenaufgänge und -untergänge zur Folge hat

 

"Meine Illustrationsserie The First Years zeigt die Kolonialisierung des fiktiven Exoplaneten, Webb-372995 (AB), oder „Eru", in naher, nicht näher genannter Zukunft.
Die Mitglieder dieser kleinen Crew, die ihr Leben der Entdeckung und Untersuchung dieses erdgroßen Felsplaneten widmen, entwickeln nach und nach ihre eigenen Taktiken, mit dieser neuen Welt zu leben, in ihr zu überleben und eine Gesellschaft von Null an aufzubauen. Die Illustrationen sind Momentaufnahmen des täglichen Lebens der Crew." (Tobias Frank)

 

 

In ihrem Filmprojekt haben Dolores Burger, German Herzog und Lena Probst einen wilden Mix aus stilistischen Zitaten zu einem glamourösen Triptychon kombiniert. Hierfür wurden drei Monitore so miteinander verbunden, dass sie sich ständig gegenseitig ergänzen, kommentieren oder kontrastieren, mit einer irrwitzigen Abfolge von Bildwelten. Dabei wurde keine lineare oder logische Geschichte inszeniert. Stattdessen ist die Handlung rätselhaft und widersprüchlich. Es tauchen Menschen, Tiere und Dinge auf, deren Details zum genauen Beobachten einladen. Doch ebenso schnell wie sie kommen, gehen die Bilder auch wieder. Die Schnitte der einzelnen Szenen sind so gesetzt, dass ein ständiger Wechsel zwischen ruhigen und langsamen Sequenzen stattfindet.

 

“Ein Video auf drei Bildschirmen, die miteinander kommunizieren: Eine reizüberflutende Farbexplosion mit diversen Referenzen zur Geschichte und Popkultur der Neuzeit, die den Betrachter als unersättlichen Konsumenten entlarvt.
Dieser Konsument wird Teil einer Welt, von der er nicht mehr ablassen kann, die ihn in den Bann zieht und eine ganz bestimmte menschliche Eigenart offenlegt: Die Faszination für trügerische Oberflächen, aufregende Effekte und bekannte Bilder." (Dolores Burger, German Herzog und Lena Probst)

 

 

Roxana Rios nutzt die Fotografie, um ihre Umgebung aufzuarbeiten und überträgt die Idee von verbalen Sprachspielen auf Bildhaftes. Der Vergleich wird mit dem Hinweis deutlich, dass ihr im Kalender abgebildetes Portrait kein unabhängiges Motiv, sondern zugleich Teil einer verflochtenen Beziehung von Bildern untereinander ist. Roxana Rios spricht von einem Bildkollektiv, aus dem sie schöpft und welches sie zugleich befüllt hat. Dies geschah mit der Sichtung von älteren Aufnahmen, die zwischen 2008 und 2013 entstanden sind. 

 

"In meiner fotografischen Praxis suche ich einen nonverbalen Weg für das Untersuchen und Verarbeiten von Umgebungen. Ziel ist es, Spannungen zwischen Strukturen, Formen und situativen Inhalten visuell zu identifizieren, um Fragen und Worte in Bildflächen zu verwandeln. Fragmente meiner umgebenden Realität werden zu autarken Objekten, teils symbolischen Elementen, in einem fotografischen Kollektiv.Ein wichtiger Ansatz meiner Arbeit ist es, flexible Bildsprachen zu entwickeln und zu differenzieren, um ästhetisch individuell zu reagieren." (Roxana Rios)

 


Monique Haber wählt neue Wege des Zusammenspiels von Malerei und dem Bildträger. Entgegengesetzt der klassischen Erwartungshaltung präsentiert sie Fische, welche über die Sprossen einer Stehleiter hängen. Das Ergebnis ist Malerei, bei der sich das dargestellte Objekt ohne die Bindung an einen festen Träger frei einen Platz im Raum erobert. Die Fischleiber wurden mit leichtem Abstand beider Hälften und in einer entsprechenden räumlichen Anordnung aufgehängt und lassen so einen Bildraum entstehen, der sich mit der Bewegung der betrachtenden Personen verändert.

 

"Die Latexmalereien werden zu flexiblen Setzbildern. Die Elemente wirken wie ausgeschnitten und eingesetzt, ihr Umfeld wird Hintergrund ohne klare Grenze. Die Malerei trägt sich selbst, wird ohne Bildträger zum Objekt. Durch ihre Elastizität wird ein weiterer Sprung der Bildfläche ins Dreidimensionale möglich. Hängend und sich dehnend verunklären sich die Grenzen zwischen Malerei und Skulptur." (Monique Haber)

 


Die Werke des LfA-Kunstkalenders sowie die entsprechenden Text- und Videobeiträge sind in der Mediathek der LfA Förderbank Bayern zu finden: lfa.de/kalender

Veröffentlicht: 05.12.2019

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