Preis der Kurt Eisner Kulturstiftung

für die Künstlerin Hanna Schiller

Hanna Schiller, Fußabtreter, 2022,  Frauenhaare, gewebt, 60 x 48 cm

Hanna Schiller, Fußabtreter, 2022,  Frauenhaare, gewebt, 60 x 48 cm

Hanna Schiller, Fußabtreter, 2022,  Frauenhaare, gewebt, 60 x 48 cm

Hanna Schiller, Fußabtreter, 2022,  Frauenhaare, gewebt, 60 x 48 cm

Für ihre herausragende künstlerische Praxis wurde Hanna Schiller der Preis der Kurt Eisner Kulturstiftung 2025 verliehen.

 

Hanna Schillers künstlerische Praxis schafft neue Verbindungen zwischen Kunst und gesellschaftlicher Realität betont die Kurt Eisner Kulturstiftung. Ihr Werk umfasst Objekt und Installation. In diesen Arbeiten gelingt es Hanna Schiller kontinuierlich, drängende politische Themen wie etwa das Erstarken rechtsextremer Strömungen, die damit verbundene Krise der Menschenrechte in der aktuellen Migrationspolitik oder zum Beispiel strukturellen Sexismus, in hoher Reflexion einer Diskussion zugänglich zu machen. Hanna Schiller überführt derart komplexe Themen in formal sehr präzise und poetische Setzungen, die in ihrer Fragilität und Sensibilität besonders berühren. Materialien, zum Beispiel Haar, Garn und Papier, verbinden sich scheinbar selbstverständlich mit handwerklichen Techniken wie Knüpfen, Weben und Falten. Gerade die von Schiller in ihren Arbeiten erzeugte Irritation, sich in Materialsprache und Handwerk auf eher traditionell verankerte Vorstellungen bildender Kunst zu beziehen, diese jedoch andererseits thematisch mit Herausforderungen für die Zukunft unserer freiheitlichen Gesellschaft zu verbinden, schafft für unser Denken emanzipative Bewegungsräume der Reflexion. Sie sind nötiger denn je, je mehr sich in unserer Gesellschaft Ideen von Schließung, Abgrenzung und identitärer Selbstbestätigung ausbreiten so die Kurt Eisner Kulturstiftung.

 

Eine weitere Qualität der Arbeiten Schillers ist es, dass sie trotz ihrer inhaltlichen Brisanz keine einfachen Antworten auf die in ihnen aufgerufenen Fragestellungen geben. Ihre wirkmächtigen politischen Bilder belehren und agitieren nicht. Ihre Stärke verdankt sich vielmehr einer Subtilität und Komplexität, so dass sich die Arbeiten nicht in einer einzigen Dimension still stellen lassen, sondern einen vielschichtigen Zugang auf unterschiedlichen Ebenen ermöglichen.
Hanna Schillers künstlerische Arbeit entspricht besonders den Zielen der Kurt Eisner Kulturstiftung, die als lebendiges Denkmal an Kurt Eisner erinnert und Kunst fördert, die politisch Position bezieht, gesellschaftspolitische Bezüge sichtbar macht und kritisch reflektiert. Gemäß dem berühmten Zitat: „Kunst kann nur gedeihen in vollkommener Freiheit … Der Künstler muss als Künstler Anarchist sein ...“ (Kurt Eisner in der Rede vor dem provisorischen Nationalrat am 3.1.1919).

 

Die Kurt Eisner Kulturstiftung wurde 1989 von Künstlerinnen und Künstlern in München gegründet. Anlass war die jahrelange ergebnislose Debatte um ein Denkmal für den Künstler und Politiker, der 1918 die Demokratie in Bayern unter der Bezeichnung „Freistaat“ ausgerufen hat. Die Stiftung soll als lebendiges Denkmal an Kurt Eisner erinnern und seine Ziele weitertragen.
Kurt Eisner, Schriftsteller, Pazifist und Verfechter eines freiheitlichen Sozialismus, wurde 1867 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Berlin geboren. Als erster Ministerpräsident Bayerns berief er politisch engagierte Künstler wie Ernst Toller und Erich Mühsam in die Regierung. Er förderte den öffentlichen Dialog zwischen Kunst und Politik in gegenseitiger Achtung als Grundlage einer freiheitlichen und friedlichen Gesellschaftspolitik. „Der Künstler muß als Künstler Anarchist sein“, erklärte er in einer seiner großen Reden: „Die Kunst kann nur in vollkommener Freiheit gedeihen.“

 

 

Hanna Schiller studierte von 2020 bis 2025 an der AdBK Nürnberg in der Klasse für Schmuck und Gerät bei Prof. Suska Mackert.

Im Februar 2025 wurde sie für den Bundespreis für Kunststudierende nominiert. Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMBF) hat die Preisvergabe bis zum rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens vor dem OLG München ruhend gestellt. 

 

www.kurt-eisner-kulturstiftung.de

Veröffentlicht: 09.12.2025

Zum Schließen scrollen

News

Zum Schließen scrollen

künstlerische Klassen

grundständiges und postgraduales Studienangebot

Kunstpädagogik

Lehramt Kunst am Gymnasium

Live Art Forms

Performative Practices Master's Program

kunstbezogene Wissenschaften

fächerübergreifendes Lehrangebot

Werkstätten

Ausstattung, Techniken, Kursprogramm

Studienförderung

Stipendienprogramme, Preise und Auszeichnungen

Vorlesungsverzeichnis

Lehrangebot der AdBK Nürnberg

International Office

Studienangebot und Beratung

Lehrangebot, Studien- und Mappenberatung

Bewerbung und Aufnahmeverfahren

Wie bewerbe ich mich?

Bewerbungstermine

Bewerben bis 15. April 2026, 12 Uhr

Symposien

Titel, Thesen, Argumente

Publikationen

Projekte

Selbstverständnis

Geschichte

die älteste Kunsthochschule im deutschsprachigen Raum

Architektur

Sep Ruf & Hascher Jehle Architektur

Professorinnen und Professoren

wissenschaftliches und künstlerisches Schaffen

Lehrpersonal

künstlerische & wissenschaftliche Mitarbeitende

Einrichtungen

zentrale Einrichtungen

Gremien und Beauftragte

akademische Selbstverwaltung

Hochschulverwaltung

Zuständigkeiten & Kontakt

Chancengleichheit, Inklusion und Diversität

Leitbild der AdBK Nürnberg

Kontakt

Adresse

Akademie der Bildenden Künste Nürnberg


Bingstr. 60, 90480 Nürnberg

Telefon: +49 911 9404 0

Fax: +49 911 9404 150

info@adbk-nuernberg.de


Freunde der AdBK Nürnberg Facebook Instagram YouTube TikTok

Klicken zum Bewegen und Zoomen

Öffnungszeiten

Campus


Öffnungszeiten:

Vorlesungszeit: Montag bis Freitag, 7.30-19 Uhr

Vorlesungsfreie Zeit: Montag bis Donnerstag, 8-17 Uhr / Freitag, 8-14.30 Uhr


Werkstätten


Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag, 8-12 Uhr und 13-17 Uhr / Freitag, 8-12 Uhr und 13-14.30 Uhr


Studierendensekretariat


Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag, 8-12 Uhr

freitags nur telefonisch


Prüfungsamt/ International Office


Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag, 8-12 Uhr und 14-15 Uhr 

Freitag, 8-12 Uhr


Bibliothek


Öffnungszeiten:

Öffnungszeiten Vorlesungszeit / vorlesungsfreie Zeit:
Montag – Donnerstag: 9 – 12 Uhr und 13 – 16 Uhr
Freitag: 9 – 14 Uhr
 
Geschlossen an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen.
 
Bitte beachten Sie, dass sich die Öffnungszeiten kurzfristig ändern können. Aktuelle Änderungen werden rechtzeitig am Bibliothekseingang bekannt gegeben.


Newsletter

Melden Sie sich für den Newsletter an.

* Pflichtfeld

Credit
Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser um diese Webseite optimal nutzen zu können.
Zurück zur normalen Version