Die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg trauert um Professor Ralph Fleck, der im Juli 2026 in Freiburg im Breisgau verstorben ist.
Ralph Fleck studierte in den 1970er Jahren an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Prof. Peter Dreher und wurde 1981 mit dem Villa Massimo-Stipendium in Rom ausgezeichnet.
Ralph Fleck übernahm 2003 die Professur für Freie Malerei als Nachfolger von Prof. Johannes Grützke. Bis 2015 lehrte er an der AdBK Nürnberg und prägte als langjähriges Mitglied von Senat und Hochschulrat die Geschicke der Hochschule. Nach seiner Emeritierung blieb Ralph Fleck der Akademie und seinen Schüler*innen mit großer Empathie verbunden.
„Das spannende an der Malerei ist, dass ist kein Rezept für ein so genanntes gutes Bild gibt, so dass auch der Professor sich auf nichts vorbereiten kann, sondern immer mehr oder weniger spontan auf das reagiert, was von den Studierenden gezeigt wird. ( … ) Hierbei interessieren mich die Malerei an sich und die dort gefundenen Lösungen mindestens genauso wie das Thema oder die Inhalte der Arbeiten. Die ewig und immer zyklisch totgesagte Malerei zählt für mich zu den Königsdisziplinen und bleibt unersetzbar.“ So formulierte Fleck 2012 in der Festschrift zum 350. Akademiejubiläum über seine Disziplin.
Seit 1977 führten ihn regelmäßige Einzelausstellungen nach München, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Berlin, Amsterdam, Seoul und London, er war vertreten auf den Kunstmessen in Basel, Frankfurt, Köln, Amsterdam, Paris, London, Zürich, Seoul und Madrid und beteiligt an nationalen und internationalen Gruppenausstellungen. Seine Arbeiten befinden sich in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland.
„Malen hat für Ralph Fleck etwas Unerlässliches, Unausweichliches. Malend ist er mit sich einverstanden oder mit sich uneins. Ein Tag im Atelier, der nicht mit einem veritablen Bildergebnis abgeschlossen hat, ist kein gelungener Tag gewesen“ schreibt Hans-Joachim Müller bereits 1987.
Wir werden Ralph Fleck als inspirierenden, energischen und vor allem großzügigen Künstler und Kollegen in Erinnerung behalten.
Unsere besondere Anteilnahme gilt seiner Familie.
Veröffentlicht: 13.07.2026

















