Projekte des OPEN CALL – OPEN MIND

LEONARDO fördert transdisziplinäre Zusammenarbeit von Studierenden

Das AfaF stellt sich beim LEONARDO Re-Set vor (Foto: Lukas Pürmayr, 2019)

Das AfaF stellt sich beim LEONARDO Re-Set vor (Foto: Lukas Pürmayr, 2019)

Lena Endres & Benedikt Buchmüller präsentieren ihr Projekt Kulturhauptstädtla (Foto: Lukas Pürmayr, 2019)

Der erste Entwurf des Innovativen Sitzmöbels für Kulturhauptstädtla beim LEONARDO Re-Set (Foto: Lukas Pürmayr, 2019)

Im vergangenen Wintersemester veröffentlichte LEONARDO – Zentrum für Kreativität und Innovation den OPEN CALL – OPEN MIND an den drei Partnerhochschulen. Mit dieser bewusst themenunspezifisch formulierten Ausschreibung richtete sich LEONARDO an die Studierenden der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und der Hochschule für Musik Nürnberg.

 

Beim OPEN CALL – OPEN MIND konnten Projekte unterschiedlicher Art eingereicht werden, die sich durch ihre transdisziplinäre Herangehensweise auszeichneten: Die Gründung von LEONARDO beruht auf der Überzeugung, dass durch den Austausch unterschiedlicher Denk- und Arbeitsweisen relevante Fragestellungen entstehen, woraus Ideen und Projekte entwickelt werden können. 24 hochschul- bzw. fakultätsübergreifende Studierendengruppen bewarben sich mit individuellen Konzepten; 10 Arbeitsgruppen wurden aufgrund ihres offenen Ansatzes und ihrer thematischen Ausrichtung von den künstlerisch-wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen des LEONARDO ausgewählt, um ihre Projekte gemeinsam weiterzuentwickeln. Es entstanden Kollaborationen zwischen Studierenden der drei Hochschulen aus unterschiedlichen Fachbereichen wie der Freien Malerei und des Jazz-Gesangs oder der Bildhauerei und des Computer Generated Object Designs.

 

 

≤80°C
Guoxin Tian (AdBK Nürnberg, Klasse für Bildhauerei), Thomas Waadt (TH Nürnberg, Fakultät Informatik)

Guoxin Tian nimmt zusammen mit Thomas Waadt in dem Projekt ≤80°C den Computer als physisches Gerät zum Ausgangspunkt, um an der körperlich greifbaren Schnittstelle zwischen realem Empfinden und virtuell imitierter Gamingwelt zu forschen. 

 

Amt für angemessene Freizeitgestaltung

Marcus Frimel (AdBK Nürnberg, Klasse für Freie Kunst & Kunstpädagogik), Joshua A. Perlbach (TH Nürnberg, Fakultät Design), Natasha Zaychenko (HfM Nürnberg, Jazz-Kontrabass), Evgenij Zelikman (HfM Nürnberg, Komposition) 

Durch die Gründung des Amtes für angemessene Freizeitgestaltung – kurz AfaF – werden behördliche Systeme durch Adaption bürokratischer Strukturen offengelegt und Abläufe auf kafkaeske Weise hinterfragt.

 

Bassschwebungen

Marius Denzler (HfM Nürnberg, Gitarre), Alexandru Salariu (AdBK Nürnberg, Klasse für Freie Malerei und Kunsterziehung)

Alexandru Salariu und Marius Denzler experimentieren an der Schwelle zwischen Hören und Spüren mit interferierenden Basstönen, die sich wie unsichtbare bewegte Skulpturen im Raum ausbreiten und sich in unterschiedlicher Form auf die sensorische Wahrnehmung des Menschen auswirken.

 

Ein Singbüchlein (AT)
Elena Oberdorfer (HfM Nürnberg, Gesang), Herbert Oberdorfer (AdBK Nürnberg, Klasse für Grafik-Design/ Visuelle Kommunikation)

Elena Oberdorfer realisiert in Zusammenarbeit mit Herbert Oberdorfer ein multimediales Buch mit Liedern für Kinder und Eltern, um durch eine zeitgemäße Konzeption und Gestaltung die Kultur des gemeinsamen Singens zu beleben.

 

Individueller Kollektivismus und das Interieur von Performanz und Klang

Nele Jäger (AdBK Nürnberg, Klasse für Freie Malerei), Moses Kamdem (HfM Nürnberg, Jazz-Gesang), Mariann Kiss (HfM Nürnberg, Jazz-Gesang), Aaron Lustig (HfM Nürnberg, Elementare Musikpädagogik), Facundo Javier Perez Torre (HfM Nürnberg, Jazz-Posaune), Jovana Wolf (HfM Nürnberg, Jazz-Gesang), Kathrin Wimmer (HfM Nürnberg, Jazz-Querflöte)

 

Um den stetigen Widerstreit vom gemeinsamen Wir und einzelnen Ich dreht es sich bei dem Projekt Individueller Kollektivismus und das Interieur von Performanz und Klang, das sich innerhalb des mehrdimensionalen Schaubildes aus Theater, Film, Kino und Klang der subjektivierten Praxis kollektiver Handlungsformen widmet.

 

Innovative Möbel für Kulturhauptstädtla  

Benedikt Buchmüller (TH Nürnberg, Fakultät Architektur), Philipp Eyrich (AdBK Nürnberg, Klasse für Bildhauerei), Lisa Schubothe (TH Nürnberg, Fakultät Architektur)


In Kooperation mit der Gruppe N.ORT und N2025 werden bei diesem Projekt nachhaltige und mobile Sitzgelegenheiten für den öffentlichen Stadtraum entwickelt, um für Bürger*innen Möglichkeiten des Begegnens und Austausches zu gestalten. 

 

Monumentalbild

Marie Englmann (TH Nürnberg, Fakultät Bauingenieurwesen), Jonas Gstattenbauer (AdBK Nürnberg, Klasse für Freie Malerei), Monja Milzner (AdBK Nürnberg, Klasse für Freie Malerei), Madita O’Sullivan (TH Nürnberg, Fakultät Design), Lukas Pürmayr (AdBK Nürnberg, Klasse für Freie Kunst), Christian Schmidt (HfM Nürnberg, Gitarre), Nicole Tschernenko (AdBK Nürnberg, Klasse für Freie Malerei)

 

Das Entwerfen eines gemeinsamen Gemäldes mit überdimensionalen Ausmaßen setzt die Beschäftigung mit statischen, materiellen und kompositorischen Fragestellungen voraus. Das malerische Schaffen wird dabei mit dem akustischen Schaffen konfrontiert, sodass in Auseinandersetzung mit Größe und Größenwahnsinn die räumliche sowie zeitliche Überforderung zur gemeinsamen Herausforderung wird.

 

Perpetuum (AT)

Moses Krämer (AdBK Nürnberg, Klasse für Freie Kunst mit Schwerpunkt Malerei), Sophia Krüger (TH Nürnberg, Fakultät Design)


Im Projekt Perpetuum entwickeln Moses Krämer und Sophia Krüger einen Kurzfilm auf Super8 in vier Akten, der auf medienreflektierende Weise eine gesellschaftliche Analyse über Konsum, Bewusstsein und transzendentale Zusammenhänge vornimmt.

 

Smart Cookie

Achinoam Alon (AdBK Nürnberg, Klasse für Bildhauerei), Tutku Can Tas (TH Nürnberg, Fakultät Design)

 

Achinoam Alon und Tutku Can Tas beschäftigen sich in ihrem Projekt Smart Cookie durch die gemeinsame Arbeit an Objekten mit den Implikationen von Data Mining, der Verbindung von Algorithmen und Prognosen und einer durch Informations- und Kommunikationstechnologien gelenkten Gesellschaft, dem „Überwachungskapitalismus“.

 

Sono

Lisa Eisenreich (HfM Nürnberg, Gesang), Alina König Rannenberg (HfM Nürnberg, Gesang), Anna Poetter (AdBK Nürnberg, Klasse für Bildhauerei)


Flüsternde Stimmen, aneinanderreibende Hände, kullernde Murmeln - diese Geräusche zielen darauf ab, durch Auslösung von ASMR (Autonomous Sensory Meridian Response) beim Rezipienten Entspannung zu bewirken. Im Projekt Sono wird dieses körperliche Phänomen mit seiner viralen Verbreitung auf YouTube und der manipulativen Fähigkeit hinsichtlich des Zusammenspiels aus Bild und Ton, Raum und Körper erforscht.


 

Veröffentlicht: 03.06.2019

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