Die AdBK-Studierende Lola Vorläufer und die Absolvent*innen Alessia Pennavaria und Joseph Lanzinger sind Teil von shift/walls, das nach einer Pause von drei Jahren zum vierten Mal stattfindet.
Lola Vorläufer studiert in der Klasse für Schmuck und Gerät bei Prof. Suska Mackert bedient sich Konzeptkunst, Installation und Performance. Ihre Projekte entstehen häufig aus konkreten Orten und Begegnungen und untersuchen, wie gesellschaftliche Strukturen, feministische Fragestellungen und kollektive Erfahrungen Räume prägen.
Alessia Pennavaria und Joseph Lanzinger studierten in der Klasse für Bildhauerei bei Prof. Micheal Stevenson. Als Duo entwickeln sie ortsspezifische Arbeiten an der Schnittstelle von Installation, digitalem Bild und Performance. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Praxis steht die Frage, wie Architektur, Erinnerung und digitale Bildwelten unsere Wahrnehmung von Räumen prägen.
Mit shift/walls verwandeln sich die Ausstellungsräume des Kunsthauses und der Festsaal des Künstlerhauses vom 11. bis 27. September 2026 für zwei Wochen zum offenen Produktionsort. Wo sonst fertige Werke präsentiert werden, rückt nun der künstlerische Prozess in den Mittelpunkt: Acht Künstler:innen arbeiten gleichzeitig vor Publikum und machen sichtbar, was im Ausstellungsbetrieb meist verborgen bleibt.
Die Künstler*innen aus den Bereichen Graffiti, Installation, Performance, Klang, Zeichnung und konzeptueller Kunst arbeiten zwei Wochen lang parallel in einem gemeinsamen Atelier. Unterschiedliche künstlerische Arbeitsweisen treffen aufeinander, reagieren auf den Raum und entwickeln sich im Austausch miteinander weiter. Was sonst hinter Atelierwänden geschieht, wird Teil der Ausstellung: Entscheidungen, Zweifel, spontane Eingriffe und neue Ideen bleiben sichtbar und prägen den fortlaufenden Prozess.
Dabei verändert sich nicht nur die Kunst, sondern auch der Ausstellungsraum selbst. Wände werden bemalt, Räume neu gelesen, Klang breitet sich aus und performative Momente entstehen zwischen den Arbeiten. Selbst der Außenraum wird Teil des Projekts, wenn dort großformatige Arbeiten Schritt für Schritt wachsen. Jeder Tag hinterlässt neue Spuren – wer mehrmals kommt, erlebt shift/walls immer wieder anders.
shift/walls bringt acht interdisziplinär arbeitende Künstler*innen zusammen, deren Arbeitsweisen unterschiedlicher kaum sein könnten, und die doch eine gemeinsame Haltung verbindet: die Offenheit für Prozess, Austausch und Experiment.
Während des Projekts laden Kunsthaus und Künstlerhaus dazu ein, den Künstler*innen bei ihrer Arbeit zu begegnen und den Entstehungsprozess unmittelbar mitzuerleben. An den Wochenenden erweitert der Festsaal das Atelier als Community Space – ein Ort für Austausch, Begegnung und gemeinsames Verweilen, an dem Besuchende und Künstler*innen miteinander ins Gespräch kommen können.
Den Abschluss bildet ein Präsentationswochenende mit kulinarischer Begleitung. Dann verdichten sich zwei intensive Wochen gemeinsamer Arbeit zu einem vielschichtigen Gesamtbild und zeigen, was nur in dieser besonderen Konstellation, in dieser begrenzten Zeit und durch den offenen Prozess vor Ort entstehen konnte.
Teilnehmende Künstler*innen: ATE Crew, Paul Biessmann, Serena Landriel, Alessia Pennavaria & Joseph Lanzinger, Nora Lösel, Lola Vorläufer
shift/walls
11.-27. September
täglich ab 11 Uhr
Kunsthaus Nürnberg
Veröffentlicht: 18.08.2026



















