Der Studiengang „Bildende Kunst“ verfolgt das Ziel, Studierende in der Entwicklung einer eigenständigen künstlerischen Praxis und Position zu fördern. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen bildnerischen Ausdrucksformen und Medien sowie die Entwicklung einer individuellen künstlerischen Sprache. Die Studierenden werden darin unterstützt, eigene Arbeitsweisen und Ausdrucksformen zu entwickeln, ihre künstlerischen Fragestellungen kontinuierlich zu vertiefen und eine reflektierte, eigenständige Position innerhalb des zeitgenössischen Kunstgeschehens zu formulieren. Damit schafft der Studiengang die Voraussetzungen für eine professionelle Tätigkeit als freischaffende Künstler*innen.
Ein zentraler Bestandteil des Studiums ist die intensive künstlerische Praxis in dreizehn künstlerischen Klassen. Diese werden jeweils von einer Professorin bzw. einem Professor geleitet und stehen für unterschiedliche künstlerische Ansätze, Methoden und Schwerpunktsetzungen wie die Bereiche Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Vernetzte Materialität, Schmuck und Gerät sowie Grafik-Design. Die künstlerische Praxis wird durch Lehrveranstaltungen in den kunstbezogenen Wissenschaften kontinuierlich ergänzt. Dadurch werden praktische, theoretische und kontextuelle Perspektiven miteinander verbunden und eine vertiefte Auseinandersetzung mit historischen wie gegenwärtigen Positionen der Kunst ermöglicht.
Der individuelle künstlerische Prozess wird durch einen intensiven fachlichen Dialog zwischen Studierenden und Lehrenden begleitet. Einzelgespräche und Klassengespräche bieten Raum für die kritische Reflexion der eigenen Arbeit, die gemeinsame Erörterung künstlerischer Fragestellungen und die Weiterentwicklung individueller Arbeitsprozesse. Fachklassenübergreifende Vorträge, Gespräche und Exkursionen erweitern diesen Diskurs und fördern den Austausch über unterschiedliche künstlerische Praktiken und theoretische Perspektiven hinweg. Bei einem Abschluss mit besonderem künstlerischem Erfolg kann der Titel „Meisterschülerin“ verliehen werden.
Die Präsentation der eigenen künstlerischen Arbeit bildet bereits während des Studiums einen wesentlichen Bestandteil der Ausbildung. In öffentlichen Ausstellungen erhalten die Studierenden Gelegenheit, ihre Arbeiten in unterschiedlichen Kontexten zu erproben, mit einem Publikum in Dialog zu treten und ihre künstlerischen Positionen im öffentlichen Raum zur Diskussion zu stellen. Auf diese Weise wird die Entwicklung der künstlerischen Praxis unmittelbar mit ihrer Präsentation, Vermittlung und öffentlichen Wahrnehmung verbunden.
Den Abschluss des Studiums bilden die Diplomprüfung und die Absolvent*innen Ausstellung. Beide markieren einen zentralen Übergang von der Ausbildung zur eigenständigen künstlerischen Praxis und bieten den Studierenden die Möglichkeit, ihre entwickelte künstlerische Position in konzentrierter Form zu präsentieren.

















